ERDOGAN NOT WELCOME

Die rote Hilfe Augsburg unterstützt den Aufruf zu den Protesten gegen den Besuch Erdogans im September:

Keinen Tee für Diktatoren !

Erdogan ist nicht willkommen!

Ein Diktator kommt nach Berlin – und wird mit allen Ehren empfangen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wird Ende September erneut um deutsche Unterstützung für seine Kriegspolitik bitten. Es ist abzusehen, dass auch dieses Mal Waffenverkäufe abgesegnet, Kredite zugesagt und Investitionen in der Türkei vereinbart werden. Der Besuch des deutschen Wirtschaftsministers samt 80-köpfiger Entourage Ende Oktober in der Türkei passt da ins Bild. Der Besuch Erdoğans in Berlin wird Anlass zum Protest für all diejenigen sein, die sich in Deutschland und der Türkei für Demokratie, Freiheit und Frieden einsetzen.

Die Liste der Verbrechen des Erdoğan-Regimes ist lang. Heute sitzen tausende HDP-Mitglieder in der Türkei in Haft, gemeinsam mit hunderten Journalistinnen und Journalisten sowie zehntausenden anderen politischen Aktivistinnen und Aktivisten. Im Südosten der Türkei werden tagtäglich Ausgangssperren verhängt, Kundgebungen oder Demonstrationen verboten und Militäroperationen durchgeführt. Hunderttausende Menschen befinden sich vor den andauernden Militäroperationen auf der Flucht. Städte wie Nisêbîn oder Cizîr sind größtenteils zerstört. Auch die Bevölkerung Nordsyriens und des Nordiraks leidet unter der diktatorischen Politik Erdoğans. In beiden Nachbarländern führt die türkische Armee Besatzungsoperationen durch. Der Krieg in Afrin aber auch die tagtäglichen Angriffe der türkischen Armee auf den Nordirak sind die jüngsten Beispiele dafür.

Auch hier in Deutschland leiden wir unter der diktatorischen Politik Erdoğans. Der türkische Geheimdienst MIT bedroht hier zu Lande politische Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Tod. Die DITIB verbreitet in ihren knapp 1000 Moscheen nationalistische Kriegspropaganda und schreckt dabei selbst vor der Indoktrinierung von Kindern nicht zurück. Der Lobbyverband UETD stellt Kontakte zwischen der AKP-Regierung und kriminellen Banden wie der Osmanen Germania her, die offen mit Gewalt gegen Kritikerinnen und Kritiker des Erdogan-Regimes in Deutschland drohen. All dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die deutsche Bundesregierung die repressive Politik des türkischen Regimes billigt bzw. unterstützt. Sie beteiligt sich damit direkt am Angriff auf Menschen, die sich für die Demokratie einsetzen. Ob in der Türkei oder hier in Deutschland. Unseren Protest gegen den patriarchalen Herrscher Erdoğan verstehen wir damit auch als Protest gegen den zunehmenden Rechtsruck hier in Deutschland.

Am 28. und 29. September werden wir als Demokratinnen und Demokraten unserem Protest gegen den Staatsbesuch des Diktators Erdoğans Ausdruck verleihen. Wir akzeptieren nicht, dass die deutsche Bundesregierung in unserem Namen einen Diktator willkommen heißt und seine Politik damit legitimiert. Das wollen und können wir nicht mit unserem Gewissen vereinbaren. Wir werden Erdoğan und der deutschen Bundesregierung Ende September zeigen, dass Diktatoren ihren Tee nicht in Berlin, sondern vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag trinken. Wir laden alle Demokratinnen und Demokraten in Deutschland ein, Ende September mit uns auf die Straße zu gehen. Der Diktator Erdoğan und seine Freunde in der deutschen Bundesregierung werden von uns allen klar und deutlich zu hören bekommen: Ticket nach Den Haag statt Tee in Berlin!

Erneute Festnahme im Nachgang von G20: Rote Hilfe e.V. verurteilt weitere Razzien zum G20-Gipfel

Im Zuge der Ermittlungen der SOKO Schwarzer Block kam es erneut zu bundesweiten Razzien. Insgesamt wurden die Wohnungen von 12 Aktivist*innen durchsucht. Die Betroffenen sollen am 06. Juli 2017 an der Welcome to Hell – Demonstration und den folgenden Aktionen teilgenommen haben, die sich gegen den G20-Gipfel richteten. Den Aktivist*innen werden unter anderem Sachbeschädigung und schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Computer, Handys und Datenträger. In Hamburg wurde ein 35-Jähriger festgenommen.

Zusätzlich begann eine europaweite Fahndung nach vier Personen, die ebenfalls im Zuge der G20-Proteste zahlreiche Sachbeschädigungen an der Elbchaussee begangen haben sollen. Dazu wurden deren Fotos unter anderem im Internet veröffentlicht.

Dazu erklärt Heiko Lange, Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.:

„Im Fall der G20-Proteste geht die Polizei weiterhin mit unverminderter Härte und Hartnäckigkeit vor, um die zahlreichen Übergriffe auf Aktivist*innen, Journalist*innen und Unbeteiligte im Nachhinein zu rechtfertigen. Betroffene sitzen teilweise über Monate in Untersuchungshaft und erhalten in den anschließenden Verfahren bis dato unbekannt hohe Strafen.

Die sogenannten Fandungserfolge hingegen fallen äußerst dünn aus,wird doch selbst die Beschlagnahme einiger Datenträger als Fahndungserfolg dargestellt.

Die bereits vielfach kritisierte Öffentlichkeitsfahndung nach zahlreichen Aktivist*innen verurteilt die Rote Hilfe e.V. auf das Schärfste. Hier werden Menschen wisentlich und gezielt an den Pranger gestellt, um sie einzuschüchtern und zu stigmatisieren. Die im ‚Rechtsstaat‘ angeblich gegebene Unschuldsvermutung zählt hier nicht mehr. Wir rufen die gesamte Bewegung gegen die Politik der G20 Staaten zum Protest auf.“

G20 Flyer vorne

DO YOU REMEMBER… DONAUWÖRTH?

Aufruf zur Unterstützung, Spende, Aktion und Solidarisierung

(Wer diesen Aufruf mitzeichnen möchte, möge eine Email an
nodeportation.nowhere[at]autistici.org schreiben)

Nach der Selbstorganisation von Geflüchteten in derErstaufnahmeeinrichtung“ in Donauwörth (Bayern) und 
darauffolgenden Streiks gegen die Isolierung, Dublin-Abschiebungen und ausbeuterischen 80-cent-Jobs etc. folgte am 14.03.2018 ein massiver Polizeiangriff auf das Lager. Vergleichbar mit der später folgenden Polizeirazzia in Ellwangen, was die Zurschaustellung des staatlichen Gewaltmonopols anbelangt, ist dieser Übergriff dennoch weniger bekannt.

Nach den erlittenen körperlichen und seelischen Verletzungen bei der
Razzia folgte unweigerlich die Verunglimpfung der Geflüchteten in der
Presse als „aggressive“, „schwarzafrikanische“ „Randalierer“ und
Schlimmeres.

Bei der Razzia wurden zunächst 32 Geflüchtete in Gewahrsam genommen, wo u.a. zwangsweise ihre DNA entnommen wurde. 30 von ihnen wurden wenig später in U-Haft überführt, ein Drittel von ihnen war zu dem Zeitpunkt Heranwachsende. Besonders perfide: Die Identifikation von vermeintlichen Tatverdächtigen erfolgte unter Kollaboration der im Erstaufnahmelager angestellten Sozialarbeitenden (Malteser), diesich eigentlich für die Geflüchteten einsetzen und sie unterstützen sollten.

*Was wurde aus den Inhaftierten?*
Von den 32 Geflüchteten sind gesichert 11 Personen bereits nach Italien
abgeschoben worden – teilweise direkt aus der U-Haft heraus: Ihre
Lebensbedingungen dort sind extrem prekär, manche arbeiten illegalisiert als Erntehelfer auf Europas Gemüsefeldern.

14 weitere der ehemals Festgenommenen leben weiterhin in Deutschland, jedoch unter ständiger Abschiebebedrohung,da ihre Dublin-Frist von 6 auf 12 Monate verlängert wurde (dies ist nach der Dublin-Verordnung bei U-Haft möglich, auch wenn später freigesprochen wird).

Das Schicksal von sieben Personen ist unbekannt.

Um die Selbstorganisierung zu schwächen, wurden sämtliche Freigelassenen direkt in unterschiedliche Unterkünfte in Schwaben umverteilt. Einigen wurde auch das Taschengeld gestrichen.

Nun die gute Nachricht: Seit gut einer Woche ist der letzte Inhaftierte
endlich frei!  Die erste Gerichtsverhandlung gegen zwei der Geflüchteten, die Rechtsmittel gegen ihre Strafbefehle eingesetzt haben, findet am *07.11.2018 um 13 Uhr beim Amtsgericht Augsburg statt – natürlich nur dann, wenn sie nicht vorher abgeschoben werden. Dann würde ihr Verfahren höchstwahrscheinlich eingestellt werden, was bei anderen mittlerweile abgeschobenen Personen der Gruppe der Fall war.

*WIR BRAUCHEN DRINGEND:*

Personelle Unterstützung, solidarische Aktionen und Spenden für
Strafbefehle, Anwält*innen- und Transportkosten. Bitte zeichnet diesen
Aufruf und leitet ihn weiter. Bitte überweist Spenden an:

Kontoinhaber*in: Bayerischer Flüchtlingsrat | Bank für Sozialwirtschaft
| IBAN: DE89 7002 0500 0008 8326 02 | BIC: BFSWDE33MUE |
Verwendungszweck: „Donauwoerth“

WIR FORDERN:


  * *Keine Vermischung von Straf- und Asylrecht!*
  * *Zugang zum deutschen Rechtsweg!*
  * *Streikrecht für alle!*
  * *Aufklärung und Reparationen für die Betroffenen!*
  * *Weg mit Dublin! *

*#FreeDW32!*

In Solidarität mit allen weiteren Opfern von Polizeigewalt – sei es in
Geflüchtetenlagern in Deggendorf, Schweinfurt oder Waldkraiburg (Bayern)
oder in den zahlreichen weiteren unbekannten oder nicht ausreichend
dokumentierten Orten der Gewalt,die Antirepressionsgruppe Donauwörth (Kontakt via nodeportation.nowhere[at]autistici.org)

Kaum beschlossen schon umgesetzt.Erster Vorbeuge Gewahrsam nach Bayrischen Polizei Aufgaben Gesetze im Zusammenhang mit AFD Bundesparteitag am Wochenende in Augsburg !

Viele waren gespannt wie lange es wohl dauern würde bis der erste Gefährder in Bayern im Vorbeuge Gewahrsam landen wird.Nun das Geheimnis ist gelüftet .Gestern wurde ein Aktivist in Augsburg ,der bis dato nur durch Stickern aufgefallen war , in Vorbeuge Gewahrsam genommen.Nicht die erste Aktion der Repressionsorgane .Bereits vor Tagen wurden Projekte und Räume von Aktivistinn*en der Augsburger Bewegung “ Solidarische Stadt “ durchsucht und zahlreiches Equipment beschlagnahmt . ( IT etc. ).Ihr wisst 3 leere Flaschen Wein können schnell 3 Mollis sein…………………! Schlichen die Schlapphütte zuerst vorige Woche durch Stuttgart und versuchten vermutete Aktivistinnen einzuschüchtern ist das nun der dritte Vorfall hier in Augsburg mit unmittelbarem AFD Bundesparteitags Bezug.Es ist bis Ende des AFD Aufmarsches mit weiteren derartigen Maßnahmen zu rechnen.Informiert uns umgehend wenn ihr von Repressions Organen zu Gefährder Ansprachen oder ähnlichem genötigt werdet.Ab Freitag Mittag stehen die EA Nummern zur Verfügung dort könnt ihr anrufen wenn ihr Vorkommnisse mit Rep Behörden seht.

hier unsere empfehlungen fürs Wochenende zum Download !

Was tun wenns brennt Kurzversionaxbrg_allg

hier die empfehlung anderer .

https://noafdaugsburg.blackblogs.org/author/noafdaugsburg/

 

 

 

 

 

Rote Hilfe e.V. weist Verbotsforderung als Populismus zurück

Im einem aktuellen Artikel (Bewarder, M.: „Extrem links und stark wachsend“, Welt online, 14.04.2018, www.welt.de/politik/deutschland/article175430458/Rote-Hilfe-Armin-Schuster-CDU-will-Vereinsverbot-pruefen-lassen.html) stellt Armin Schuster, Obmann der CDU im Innenausschuss, die Forderung nach einer Prüfung des Verbotes der Roten Hilfe e.V. auf. Als Begründung wird ein angeblich „rechtsstaatsfeindliches Verhalten“ angeführt.

Hierzu erklärt Heiko Lange, Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V. :

Dieser neuerliche Angriff auf unseren Verein ist purer Populismus. Die Rote Hilfe e.V. ist seit vielen Jahren Teil der politischen Landschaft in der BRD. Wir sind unbequem, weil wir politische Justiz gegen Linke thematisieren und gegen Polizeigewalt eintreten, die es ja angeblich nicht geben soll. Wer aber an Demonstrationen teilnimmt, weiß, dass sie zum Alltag linker Aktivst*innen gehört.

Darüber hinaus wird von konservativer Seite gerne ein Schreckensbild über unseren Verein gezeichnet, der mit der Realität nichts zu tun hat. Die Rote Hilfe e.V. ist ein offener, pluraler Verein für alle linken Initiativen und sozialen Bewegungen. Wir geben Hilfestellung im Fall von Ermittlungsverfahren oder Verurteilungen. Zum Beispiel vermitteln wir Anwält*innen oder leisten finanzielle Unterstützung, damit Aktivist*innen nach einem langwierigen Verfahren nicht vor dem Ruin stehen. Angesichts der repressiven Verhältnisse ist die Arbeit der Roten Hilfe e.V. folgerichtig und notwendig, nicht extremistisch. Erst vor Kurzem haben wir erfolgreich erwirken können, dass uns der Bremer Verfassungsschutz nicht als gewaltorientiert bezeichnen darf. “

Vielfach wurde der Roten Hilfe e.V. vorgeworfen, sich nicht von der Gruppe Rote Armee Fraktion (RAF) zu distanzieren. Dies wird als angeblicher Beleg für ihre Verfassungsfeindlichkeit angeführt.

„Die RAF existiert seit über 20 Jahren nicht mehr. Sie wird medial nur noch aus dem Hut gezaubert, wenn die Verkaufszahl einer Zeitung gesteigert und Angst erzeugt werden soll, so auch im Fall von Burkhard Garweg, Ernst-Volker Wilhelm Staub und Daniela Klette. Eine provokative Reaktion darauf, wie im Editorial unserer Vereinszeitung vor über zwei Hahren, ist von der Pressefreiheit gedeckt.

Die Rote Hilfe e.V. tritt gestern wie heute gegen die als Weiße Folter international geächtete Isolationshaft für alle politischen Gefangenen ein. Diese trifft heute vor allem oppositionelle kurdische und türkische linke Exil-Politiker*innen, die nach ihrer Flucht aus der Türkei hierzulande eingesperrt werden. Diesen und allen anderen politischen Gefangenen gilt unsere Solidarität und wir fordern ihre Freilassung.

Damit machen wir uns seit Bestehen des Vereins weder ein politisches Programm zu eigen noch unterstützen wir Organisationen insgesamt. Wir treten aber für die Rechte von angeklagten oder inhaftierten politischen Aktivist*innen und gegen Organisationsverbote ein.“, so Lange weiter.

„Unser Verein verteidigt demokratische Grundrechte und streitet für deren Erhalt und Ausbau. So sind wir konsequent gegen jede Polizeigesetz- oder Asylrechtsverschärfung, fordern mehr Datenschutz und ein Ende von Überwachung. Auch der politische Kampf um den Erhalt der Pressefreiheit ist ein wichtiges Thema in unserer Arbeit. So haben wir für die Freilassung von Deniz Yücel und Mesale Tolu gefochten und fordern nun die sofortige Freilassung des vorgestern in Istanbul verhafteten Journalisten Adil Demirci.

Unsere Mitgliedschaft wächst zum einen, weil viele Menschen zurecht besorgt sind angesichts der staatlichen Repression wie anlässlich des G20-Gipfels oder dem starken gesellschaftlichen Rechtstrend. Zum anderen, weil es vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für eine breit gefächerte Solidaritätsarbeit bei uns gibt. Wir bedanken uns bei allen Spender*innen und Mitgliedern für ihr Engagement.“ , so Lange abschließend.

Aktuelle Festnahmen in Augsburg in Zusammenhang mit § 303 Sachbeschädigung.(Sticker,Spukis etc ).

Seit 10 Tagen häufen sich Festnahmen von “ Szene “ typischen Personen      ( Rep Organ Terminologie ) durch Zivilstreifen  im Stadtgebiet Augsburg.Ihnen wird Sachbeschädigung durch Anbringung von Aufklebern , Stickern etc. vorgeworfen.Hier reicht es bereits wenn die Betroffenen nur ähnliches mitführen.Ob der vorgeworfene Tatbestand tatsächlich stattgefunden hat oder eben die Beschuldigten diese ( Sticker etc. ) nur in      “ Szene “ typischen  Projekten an sich genommen haben um ihre Räumlichkeiten zu schmücken spielt hier scheinbar keine Rolle.Es bleibt zu befürchten das die Augsburger Justiz hier wieder zügig verurteilen wird.In nächster Zeit stehen einige Verhandlungen , ebenfalls wegen anderer , im linken Politischen Zusammenhang  an .Wir werden der Justiz auf die Finger sehen und die Beschuldigten unterstützen.

Vorsicht vor Observierung , wenn Aufkleber dabei Bude aufräumen ( Gefahr von Hausdurchsuchung ).

Was tun wenns brennt ?     Zur RH – Beratung in die ganze Bäckerei .Alle 14 Tage nach den Plenen ab 20.00.

Betroffene : Mail und Anfragen über PGP Key möglich.

 

 

Sie nennen es Randale, wir nennen es Solidarität !

Am Mittwoch den 14.März um 3.30 Uhr drangen Polizeikräfte in die gern als „ Erstaufnahme “ Einrichtung deklarierte Sammelunterkunft in der Sternschanzenstraße in Donauwörth ein.Ziel der Aktion war die Umsetzung von Abschiebungen. Man muss nicht erst historische Ereignisse bemühen, um dieses Vorgehen widerlich zu finden.Wer nachts um 3.30 Uhr im Kampfanzug, vermummt und bewaffnet in die Räume von Menschen eindringt, die gerade auch wegen solcher Zustände in ihren Ländern geflüchtet sind, muss sich nicht wundern, wenn Betroffene sich zur Wehr setzen. Besonders perfide ist in diesem Fall zusätzlich, dass die Augsburger Staatsanwaltschaft die Vorreiterrolle bei der Umsetzung der verschärften bayerischen Gesetze übernimmt.

Aktuell befinden sich 30 Widerständige in Haft, 32 Haftbefehle wurden beantragt.Der Vorwurf lautet auf Landfriedensbruch. Bundesweit führen Urteile wegen dieser Anklage meist zu Geldbußen, rechtfertigen aber sicher keine Untersuchungshaft im Vorfeld von Prozessen, die in diesem Fall mit Fluchtgefahr begründet wird. Eine Argumentation, die an Zynismus wohl kaum zu übertreffen ist.

Hier wird wieder einmal deutlich, dass Menschen, die vor Krieg und Armut nach Bayern flüchten, von den Behörden in unzähligen Fällen wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.

Die Rote Hilfe OG – Augsburg verurteilt das Vorgehen der Repressionsorgane .Wir fordern die umgehende Freilassung der Inhaftierten, die Einstellung der Verfahren und einen generellen Abschiebestopp von Geflüchteten.

Razzia in Neuss: Rote Hilfe e.V. fordert Rückgabe beschlagnahmter kurdischer Bücher und CD’s

Am Morgenstunden des 8.03. drangen Polizeieinheiten in die Räumlichkeiten des Verlagshauses Mezopotamien und des Musikunternehmens MIR Multimedia in Neuss ein. Es wurden LKW Ladungen von Büchern, CD’s und Geschäftsunterlagen beschlagnahmt.Den Geschäftsinhabern wird vorgeworfen, mit ihren Unternehmen die in der BRD seit 1993 verbotene PKK zu unterstützen.

Bereits wenige Tage zuvor wurden  fünf Privatwohnungen und ein Büro der Partei DIE LINKE in Thüringen durchsucht .

Zu diesen Vorgängen erklärt Heiko Lange, Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.:

„Es ist inzwischen geradewegs voraussehbar. Kaum kommt wieder ein hochrangiger Politiker des AKP-Regimes in Berlin vorbei und poltert und jammert, die Bundesregierung gehe nicht genug gegen angebliche „Terroristen“ vor, gibt es Razzien und Einschüchterungsversuche. Die Durchsuchung in Thüringen ist wohl als eine solche einzuordnen. Mit der Beschlagnahmung von Büchern und CD’s in Neuss soll die kurdische Bewegung geschwächt und ein starkes Zeichen nach Ankara gesendet werden. Die Äußerungen der Bundesregierung, es bestehe der Verdacht, die Verlage richteten sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung und es würde gegen Feinde des Rechtsstaates vorgegangen, wirken geradezu lächerlich. Alle Welt weiß inzwischen, dass beim völkerrechtswidrigen Angriff auf Afrin in Nordsyrien Panzer aus deutschen Rüstungsbetrieben zum Einsatz kommen. Und was das türkische Regime, für das wieder so eindeutig Partei ergriffen wird, mit einem ‚Rechtsstaat‘ zu tun haben soll, dürfte wohl auch schwer zu erklären sein. Tausende politische Gefangene sitzen in türkischen Gefängnissen, viele weil sie den Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in Afrin öffentlich kritisiert haben. Es ist wichtig und notwendig, sich gegen die vielen kleinen und großen Repressalien politisch und juristisch zur Wehr zu setzen. Die Rote Hilfe e.V. fordert ein Ende dieser Repressalien gegen die kurdische Bevölkerung und die sofortige Rückgabe der beschlagnahmten Gegenstände“.

Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern .Veranstaltung zum Tag der Politischen Gefangenen.

Im Rahmen der Aktions Woche zum Tag der Politischen Gefangenen – 18.März.2018 – veranstaltet die RH Augsburg mit Unterstützung des Hans-Litten-Artchiv.de

am Freitag den 23 .3. die  Vortrags Veranstaltung

Broschüre "Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern"

Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der ArbeiterInnenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe. Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen in Austausch standen. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte FunktionärInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld. Die Widerstandsgruppen der Roten Hilfe erstellten Zeitungen und verteilten Flugblätter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidaritätsarbeit propagierten. Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten. Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort. Mit der Broschüre soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung gerufen werden.Mit  Politisch Historischen Bezüge zu Augsburg und dem örtlichen Widerstand .

Angesichts der unzähligen von Repression Betroffenen im Zuge des G20 Gipfels , der vielen nach 129 b inhaftierten und verfogten  migrantischen GenossInnen und Organisationen ist “ Freiheit für politische Gefangene “ aktueller den je.

Veranstaltungs Tag : Freitag den 23.März

VERANSTALTUNGSBEGINN :  „Ganze Bäckerei“       19.30     ( Einlass 18:30 )

VERANSTALTUNGSORT:   „Ganze Bäckerei“ Verein zur Förderung der Gegenkultur e.V.

Wegbeschreibung

Linie 2 bis zur Haltestelle „Mozarthaus“ stadtauswärts Richtung Fischertor. Auf der rechten Straßeseite an der Kreuzung „Auf dem Kreuz“/Frauentorstraße. „Ganze Bäckerei“ Frauentorstraße 34.

 

 

 

Die neue Rote Hilfe Zeitung ist erschienen. Schwerpunkt der Ausgabe ist das Thema „Politische Prozessführung“.

Ihr könnt die Zeitung im Bahnhofsbuchhandel kaufen oder im Literaturvertrieb bestellen. Mitglieder bekommen die Zeitung zugeschickt.Darüber hinaus Lese Exemplare und weiteres Material  in “ der ganzen Bäckerei “ Frauentorstr.34 Infoladen.

Ältere Ausgaben gibt es zum Download als PDF.